Soziales Kompetenztraining (in Klasse 5)

VORGESCHICHTE: für ein Projekt zum Thema Gewaltprävention wurde vom Gemeinderat für die Mörike-Schule Geld zur Verfügung gestellt. Unsere Überlegung war Prävention sollte in der 5. Klasse beginnen. Interessant erschien uns eine intensive erlebnispädagogische Maßnahme mit der Klasse durchzuführen, die von Fachleuten betreut wird. Es wird eine Höhlentour als Höhepunkt des Projektes stattfinden. Aber Prävention sollte in den Alltag eingebaut sein. Deshalb entwickelten wir das Programm klasse Klasse. Das Programm sollte als Kooperationsprojekt mit dem Jugendhaus Pauline, wöchentlich mit 2 Schulstunden parallel mit beiden 5er Klassen durchgeführt werden. Darüber hinaus führt die Schulsozialarbeit zum Thema Streitschlichtung mit 1 Schulstunde pro Woche Übungseinheiten in den Klassen durch. Das soziale Kompetenztraining ist als ein Baustein im gesamten Unterrichtskonzept zu sehen. Dies erfordert eine gute Abstimmung mit den LehrerInnen und den übrigen Angeboten, wie z.B. Lipsa.

Inhalt:

Arbeitsthese: Gewalt ist ein Anzeichen für ungelöste Konflikte. Konflikte sind ein normaler Bestandteil im Umgang mit anderen Menschen. Sie sind eine Chance zur Veränderung und Weiterentwicklung, dafür muss ein konstruktiver, das heißt gewaltfreier Umgang mit Konflikten erlernt und eingeübt werden.

Gewaltprävention, Suchtprävention, soziales Kompetenztraining usw. hat eine gemeinsame Basis: der personenbezogene Kompetenzansatz, knüpft an den Interessen und Stärken der einzelnen SchülerInnen an, zielt darauf ab, die Persönlichkeit zu stärken, Schule zu einem Lebensraum werden zu lassen, in dem Lernen als kognitiver und emotionaler Prozess möglich ist und ein soziales Miteinander erlernt wird.

Ziele und Teilziele:

Stärkung der Persönlichkeit

Förderung der Selbst- u. Fremdwahrnehmung

Kommunikationstraining

Konfliktfähigkeit

Teamfähigkeit

Entwicklung der Gruppe

Erfolgreiche Rollengestaltung in der Klassengemeinschaft

für alle bedeutet dies:

Verantwortung übernehmen für eigenes Handeln und für andere

Erkennen und Vertreten von persönlichen Stärken und Eigeninteressen

Vertrauen in sich und andere entwickeln

Rücksichtnahme

Entscheidungsfähigkeit

Integration (in Klassengemeinschaft/Schule...)

Normen- und Wertefindung

freundschaftlicher, respektvoller Umgang miteinander

Methoden: alle SchülerInnen beteiligen sich an den Übungen, Regeln werden erarbeitet, alle Sinne werden angesprochen, auf respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den SchülerInnen wird geachtet, jede Einheit wird reflektiert. Die Übungseinheiten sind gegliedert in ein Zusammenspiel von:

Bewegung – Körperkontakt – Sprache – Kreativität - Vorstellungskraft

 

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